Freeworker Katalog 2017 - page 134

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SpiderJack 2.1
ART
SPIDERJACK 2.1|
Auf- und Abseilgerät in Anlehnung an EN 358 | Patent
Pockholz
Das Bremsholz der Daumenbremse am Spider-
Jack wird aus Pockholz gefertigt. Es ist ein be-
sonders hartes und ölhaltiges Holz. Es kommt
überwiegend aus Mittelamerika und die Nutzung
wird streng reglementiert. Der botanische Name
des Pockholz-Baums lautet Guajacum. Je nach
Herkunft trägt er Beinamen wie coulteri (Mexi-
ko) oder officinale (Antillen). Der Name Pockholz
stammt aus der Zeit, in der das ölartige Harz
des Guajacum-Baumes als Medizin gegen die
Pocken eingesetzt wurde. Aufgrund des hohen
Ölanteils in Verbindung mit seiner hohen Dichte
ist Pockholz ein alt bekanntes Naturprodukt mit
herausragender Abriebbeständigkeit. Sogar An-
triebswellen von Dampfschiffen waren Pockholz
gelagert. Holz ist bekanntlich ein schlechter Wär-
meleiter. Das gilt noch viel mehr für das Pockholz.
Da ist es nicht verwunderlich, dass beimBremsen
des Seils mit dem SpiderJack über das Pockholz
nur geringe Wärme weitergeleitet wird.
Praxistipp
Bei Verwendung des SpiderJack sollte ein Klet-
tergurt mit tief angebrachter Anseilöse benutzt
werden. Je tiefer der SpiderJack unter Last posi-
tioniert ist, desto länger und somit effektiver wird
jeder Armzug. Der SpiderJack verfügt über keine
sogenannte „Paniksicherung“! Daher ist die ge-
naue Einhaltung der Bedienungsanleitung in der
Lernphase besonders wichtig.
•Patent
•zertifiziert in Anlehnung an EN 358
•multifunktionales Auf- und Abseilgerät für das
laufende Doppelseil
• für textile Seile nach EN 1891 mit einem
Durchmesser von 11 bis 13 mm
•Gerätekörper und Anbauteile aus Konstruktal-
Aluminium im Zerspanungsverfahren aus dem
Vollen gefertigt
•Gebrauchsdauer: 5 Jahre
•Geprüft mit 15 kN/3 Min.
•Bruchlast: 28 kN
•Gewicht: Basic: ca. 245 g, Dyneema: ca. 280 g
Der SpiderJack 2.1 imProfil:
Der SpiderJack 2.1 ist ein multifunktionales,
selbstblockierendes Seilsicherungsgerät für das
laufende Doppelseil. Mit etwas Übung ermög-
licht der SpiderJack äußerst dynamische Bewe-
gungsabläufe im Baum. Die Schlaffseil-Bildung
beim Aufseilen ist mit diesem Gerät Geschichte
und das Abseilen ist immer kontrolliert, ob lang-
samoder rasant. Der freie Seildurchlauf beimSpi-
derJack in Verbindung mit seiner spontanen und
sicheren Blockierung unter Last ohne Wegver-
lust sind seine zentralen und mittlerweile legen-
dären Vorzüge. Nicht nur die stetig wachsende
Zahl von zufriedenen SpiderJack-Anwendern aus
der Baumpflege-Praxis bestätigen die Klasse des
SpiderJack 2.1. Auch bei nationalen und interna-
tionalen Baumklettermeisterschaften ist dieses
ART-Gerät oft zu sehen.
Extrem leichter Seildurchlauf auch unter Last.
Sobald oberhalb des Gerätes am laufenden Seil
gezogen wird, dreht sich der SpiderJack aus sei-
ner Blockier-Position in Richtung Seilverlauf. Da-
durch ist das beidhändige und einhändige Verkür-
zen und Aufseilen unter Last auch dann möglich,
wenn kein nennenswertes Seilgewicht unter dem
Gerät den Seildurchlauf verstärkt. Effizienz pur!
Daumenbremse für präzise Dosierung der
Geschwindigkeit
Bei etwas Übung sorgt die einzigartige Dau-
menbremse für eine präzise Kontrolle der Seil-
geschwindigkeit. Für Könner werden damit
beispielsweise Punktlandungen aus höheren Ge-
schwindigkeiten zu einem echten Genuss. Aber
auch im „Normalbetrieb“ arbeitet die Daumen-
bremse zuverlässig und genau. Ihr Bremsbelag
besteht aus Pockholz. Dieses Holz hat unüber-
troffene Reibungseigenschaften, wird nicht heiß
und ist zugleich sehr langlebig.
Verschleißbolzen
Der Gerätekörper des SpiderJack 2.1 hat einen
im Seilkanal verborgenen, sogenannten Ver-
schleißbolzen. Der Verschleißbolzen ist dann
zu erneuern, wenn trotz neuer Klemmbacke das
Gerät unter Last am Seil zu gleiten beginnt. In
dieser Phase sind die Konturen des freigelegten,
eingeschliffenen Verschleißbolzens zu erkennen.
Der neu eingesetzte Verschleißbolzen ragt dann
sichtbar hervor. Der Austausch des Verschleiß-
bolzens beim SpiderJack 2.1 zeigt an, dass der
Gerätekörper erneuert werden muss.
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