Statement zum Big Shot Trigger

Zur Zeit erhalten wir vermehrt Anfragen zum Big Shot Trigger der Firma Notch. Der Trigger ist ein speziell angefertigter Abzug für die Big Shot Wurfbeutelschleuder. Das Produkt macht aktuell auf Facebook die Runde. Die Firma Freeworker wird dieses Produkt allerdings innerhalb Deutschlands und der EU nicht verkaufen. Denn die Verwendung des Triggers ist in Deutschland illegal!

Der Gebrauch dieses Produkts ist nach dem deutschen Waffengesetz (WaffG) verboten: Schusswaffen im Sinne des WaffG § 1 Abs. 2 Nr. 1 sind u. a. Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände, „bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann“ (Quelle: Waffengesetz (WaffG) Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4), Punkt 1.2.3). Der Trigger dient als die angesprochene, verbotene Sperrvorrichtung – und sorgt somit dafür, dass die Big Shot als Schusswaffe eingestuft wird.

Wir sind uns als Händler und Importeur unserer Verantwortung gegenüber unseren Kunden bewusst. Aus diesem Grund werden wir keine Produkte einführen und/oder verkaufen, deren Verwendung gesetzlich untersagt ist. Der Big Shot Trigger wird deshalb nicht ins Produktsortiment der Firma Freeworker aufgenommen.

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7 Replies to “Statement zum Big Shot Trigger”

  1. Das sie somit unter das Waffengesetz fällt verstehe ich allerdings nicht weshalb es verboten sein soll. Nur weil etwas unter das Waffengesetz fällt heißt es ja noch nicht dass es verboten ist .
    MFG
    Immo

    1. Hallo Immo,

      Schusswaffen oder Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände sind laut WaffG § 2 Abschnitt 3 verboten. Genaue Angaben zu den verbotenen Waffen findest du in WaffG Anlage 2 bzw. in WaffG Anlage 1.

      Beste Grüße vom Freeworker-Team

  2. So ein alter Hut !
    ich glaube, seit 19 Jahren gibt es den Big Shot und seitdem wird er mit dem Panikhaken aus dem Reitsport an der Prussikschlinge gespannt, auf die Schulter aufgesetzt und über die Lösehülse vom Panikhaken abgeschossen. Wer das lange übt, trifft damit intuitiv jede Gabel bis in 30 m Höhe – auf diesen Fortschritt möchte ich im Alltag nicht verzichten !

  3. Hallo Freeworker,
    anbei der gesammte Gesetzesauszug. Armbrueste und Boegen sind auch nicht grundsaetzlich verboten. Es kommt immer auf die einwirkende Joule Zahl an. Und die sollte weit drunter sein. Aber das sollte ein einfacher”Feldversuch” beweisen. Auch bin ich der Meinung, dass ein Wurfbeutel als elastisches Geschoss eingestuft wird. Also: Einfach mal ausprobieren!
    Ich bin gespannt, ob Ihr auf meine Mail reagiert, und wann ich das Produckt von euch bekomme.
    1.2.3
    bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann (z. B. Armbrüste). Dies gilt nicht für feste Körper, die mit elastischen Geschossspitzen (z. B. Saugnapf aus Gummi) versehen sind, bei denen eine maximale Bewegungsenergie der Geschossspitzen je Flächeneinheit von 0,16 J/cm2 nicht überschritten wird;

    Mit freundlichen Gruessen

    der Kletterschwan

    1. Hallo Mike,

      über die Elastizität eines mit Blei- oder Stahlschrot gefüllten Wurfsacks lässt sich sicherlich streiten. 0,16 Joule sind aber dennoch sehr gering. Vergleichbare Armbrüste sind eher als Kinderspielzeug einzuordnen: Sie schießen nur wenige Meter weit. Einen Wurfbeutel mit 250 g könnten sie vermutlich nicht einmal bewegen.

      Die Joule Angabe der Big Shot kennen wir leider auch nicht, Steinschleudern erreichen aber leicht 10 Joule. Demnach bleiben wir beim Statement und können das Produkt nicht verschicken.

      Beste Grüße vom
      Freeworker-Team

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