Deutschlandstipendium 2020/21 – Freeworker unterstützt Silas Vogl

Freeworker fördert seit 2015 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Deutschlandstipendiums Studenten an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen.

2020/21 heißt unser Stipendiat Silas Vogl. Zwei Semester unterstützen und begleiten wir ihn bei seinem Studium der Arboristik. Mit einem kleinen Interview mit Silas stellen wir euch unseren Stipendiaten vor und sprechen mit ihm darüber, wie er seinen Weg in die Baumpflege, zum Baumklettern und letzendlich zum Studium fand.

Silas, du studierst Arboristik an der HAWK in Göttingen. Ein besonderer Studiengang, der sicherlich den Wenigsten als erstes bei der Studienwahl in den Sinn kommt. Viele aus der Branche haben zudem vorab einen anderen Berufsweg gewählt. Wie bist du zur Baumpflege gekommen?

Mann an einem Baum

Silas Vogl

Aus familiären Gründen bin ich bereits seit meiner Schulzeit in der Behindertenassistenz aktiv. Nach dem Abi in Neu-Ulm mit Kernfach Pädagogik & Psychologie war ich viel im Ausland unterwegs. Dort konnte ich zum Beispiel als Au-Pair in Australien viele schöne Erfahrungen sammeln.

Zurück in Deutschland absolvierte ich eine trostlose Ausbildung als Anlagenmechaniker, die ich dank guter Noten erfolgreich verkürzte. Anschließend flog ich nach Schweden und probierte mich dort als Zimmermann aus. Das war ein traumhaftes Erlebnis. Es hat mir klar gemacht: Ich arbeite lieber unter freiem Himmel anstatt in kalten Kellern!

Mit dieser Erkenntnis wechselte ich die Branche und landete im Grundstückspflege-Unternehmen meines Vaters. So bin ich vom Rasen mähen über das Hecken schneiden schließlich auf den Baum gekommen. Kurz darauf absolvierte ich den SKT-A Kurs bei der Münchner Baumkletterschule. Mein Vater hat eine Leidenschaft für das Sammeln markanter Baumteile, wie zum Beispiel aufgesägte Unglücksbalken, Astverwachsungen oder die Massaria-Krankheit im Querschnitt. Er hat mich mit seiner Begeisterung angesteckt. Die Neugier auf mehr führte letztendlich zum Arboristik-Studium.

Was gefällt dir besonders an deinem Studium?

Der junge Studiengang und seine Studierenden sind einzigartig. Wir kommen aus fast allen Bundesländern in Göttingen zusammen und bringen Erfahrungswerte aus verschiedensten Kreisen mit. Im gemeinsamen Austausch sind schnell große Lernerfolge garantiert.

Der Studiengang befindet sich in der Entwicklungsphase. Zum einen infolge der derzeitigen Situation, die den Unterricht total auf den Kopf gestellt hat. Zum anderen, weil der zu vermittelnde Wissenstand noch in den Kinderschuhen steckt. Ich finde es super spannend, als aktiver Teil in der Studienkommission die Lehre dynamisch anzupassen und die Arboristik zukunftstauglich auszubauen.

Nun fördert mich zudem die Freeworker GmbH durch das Deutschlandstipendium. Dieses Privileg weiß ich sehr zu schätzen. Ich freue mich riesig über die Zeiträume, die wegen der finanziellen Unterstützung frei geworden sind. Gleichzeitig entwickelt sich auch ein Netzwerk über den Studiengang hinaus. Vielen Dank für die Förderung!

2020 ist aufgrund der Pandemie ein außergewöhnliches Jahr. Wie wirkt sich das konkret auf dein Studium aus? Wie gehst du damit in deinem Lernalltag um?

Um ehrlich zu sein, ist das Studium momentan ziemlich herausfordernd und chaotisch. Viele Termine werden abgesagt oder verschoben. Ständig up to date zu bleiben, war anfangs noch sehr zeitintensiv. Oft sitzt man zu lange vor dem Bildschirm und verliert sich in der Theorie. Ich vermisse die Präsenzveranstaltungen in der Gruppe.

Damit Zuhause kein Lagerkoller ausbricht, gehe ich regelmäßig vor die Haustür. An der frischen Luft schau ich mir gerne die Bäume und ihre Umgebung genauer an. Bei der Baumkontrolle ist es wie bei einer Ermittlung an einem Tatort: Man begibt sich auf Spurensuche und findet meist schon mit bloßem Auge spannende Hinweise, die etwas über die Geschichte des Standorts verraten.

Wie soll es für dich nach dem Studium weitergehen? Hast du konkrete Pläne oder lässt du das Alles einfach auf dich zukommen?

Nach dem Studium will ich künftig die Arbeit nahe am Menschen mit dem Einsatz in der Natur verbinden. Auslandserfahrungen sind darüber hinaus verlockend. Die Arboristik ist für mich dabei wie ein Wurzelraum mit vielen Lufteinschlüssen. Sie bietet noch viel Platz, überallhin zu wachsen. Ich freue mich darauf.

Herzlichen Dank für deine Antworten und viel Erfolg beim Studium!


Die Freeworker-Stipendiaten


 

Wir freuen uns, zukünftige Arboristen auf ihrem Weg unterstützen zu können!

Deutschlandstipendium 2016/2017

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